"Ich bin willensstark und ausdauernd"
Interview mit Christian Werner zu den kantonalen Wahlen vom 8. März, erschienen am 29. Januar 2009 im Oltner Tagblatt, in der Solothurner Zeitung und im Grenchner Tagblatt.
Warum braucht es ausgerechnet Sie in der Regierung des Kantons Solothurn?
Christian Werner: Weil dort die Stimme derjenigen Generation fehlt, die besonders stark unter der Jugendgewalt und Ausländerkriminalität leidet und zudem einmal für die Kosten aufzukommen hat, die durch die heutige Politik verursacht werden.
Welche Ihrer Charaktereigenschaften qualifiziert Sie besonders für ein Regierungsamt?
Werner: Ich bin als Marathonläufer und Offizier sehr willensstark und verfüge über Ausdauer und Durchsetzungsvermögen.
Gesetzt der Fall, Sie würden in den nächsten vier Jahren das Bau- und Justizdepartement führen: Welches Anliegen möchten Sie unbedingt durchsetzen können?
Werner: Ich würde mich vehement dafür einsetzen, dass die Mängel in der Staatsanwaltschaft und Justiz aufgedeckt und korrigiert werden. Zudem würde ich dafür sorgen, dass Kriminelle härter angefasst und bestraft werden.
Und wenn es das Departement für Bildung und Kultur wäre?
Werner: Dann würde ich in Bezug auf die ständigen Reformen sagen: „Das Ganze halt!“ Das Bildungssystem ist infiziert von einem gefährlichen und verheerenden 68er-Virus. Als Junger kenne ich das heutige Bildungswesen aus der Sicht eines Schülers. Ich weiss, wie es für einen 14-Jährigen ist, in regelmässigen „Spürst-Du-mich“-Runden auf einem doofen Sitzball den gleichaltrigen Mädchen von seinen Problemen erzählen zu müssen.
Das Finanzdepartement?
Werner: Als Finanzdirektor würde ich noch konsequenter sparen, damit die Steuern und Gebühren für alle gesenkt werden könnten.
Das Departement des Innern?
Werner: In diesem Fall hätten für mich die Erhöhung der öffentlichen Sicherheit und die konsequente Ausschaffung krimineller Ausländer Priorität.
Das Volkswirtschaftsdepartement?
Werner: Als Volkswirtschaftsdirektor würde ich alles daran setzen, die Unternehmen steuerlich zu entlasten und den bürokratischen Aufwand zu reduzieren. Im Bereich des Militärs würde ich mit Überzeugung die Miliz und das freie Schiesswesen verteidigen.
In der aktuellen Wirtschaftskrise rufen viele nach mehr staatlicher Regulierung. Und Sie?
Werner: Im Gegenteil, ich rufe nach mehr Freiheit!
Die folgende Frage ist Max Frischs „Fragebogen“ entlehnt: Wenn Sie die Macht hätten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, würden Sie es befehlen, gegen den Widerspruch der Mehrheit? Ja oder Nein? Wenn Nein: Warum nicht, wenn es Ihnen richtig scheint?
Werner: Wenn ich überzeugt wäre davon, dass es im Interesse meines Vaterlands und dessen Bevölkerung ist, sicherlich. Im Militär lernte ich als Zugführer, dass es manchmal Mut zur Unpopularität braucht. Ich fühle mich stets treu dem Auftrag und der Wahrheit verpflichtet.
Ihr Berufswunsch in der Kindheit/Jugend war wohl kaum Regierungsrat: Was wollten Sie einmal werden?
Werner: Zuerst Bauer und Schreiner, dann Arzt und schliesslich Anwalt.
Wer ist oder war die wichtigste Person in Ihrem Leben?
Werner: Meine Mutter. Sie hat mir sehr viel Liebe geschenkt und ist immer für mich da.
Mit welcher bekannten Person möchten Sie sich einmal zum Nachtessen treffen?
Werner: Mit Niklaus von Flüe, der 1487 starb. Ich bewundere ihn sehr. Er war ein glühender Patriot, sehr guter Politiker, Christ und hervorragender Offizier.
Was kochen Sie selber am liebsten?
Werner: Pasta, da ich nicht viel mehr kann.
Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
Werner: Ich lese eigentlich nur Bücher für mein Jus-Studium und in der Bibel.
Welche fremde Kultur fasziniert Sie am stärksten und warum?
Werner: Die Kultur der Indianer, weil dort Ehrenhaftigkeit, Mut und Männlichkeit noch etwas zählten.
Was ist Ihr persönlicher Beitrag zum Umweltschutz?
Werner: Ich habe kein Auto und lebe als GA-Besitzer und ÖV-Benutzer wohl umweltbewusster als die meisten Linken und Grünen.
Für was oder wen haben Sie bisher die grösste Spende geleistet?
Werner: Das hänge ich sicherlich nicht an die grosse Glocke.
Gesetzt der Fall, Sie gewinnen im Lotto eine Million Franken: Was machen Sie damit?
Werner: Ich spiele nie Lotto, weshalb ich mir diese Frage noch nie gestellt habe. Ich will Geld verdienen, nicht gewinnen.
Glauben Sie an Gott?
Werner: Ja, ich glaube an Jesus Christus. Der Glaube gibt mir Kraft und schenkt mir Zuversicht.
Was macht das Leben lebenswert?
Werner: Beispielsweise wahrer Lebenssinn, Freiheit, Gesundheit, gute Gespräche mit Freunden, eine Wanderung in den Schweizer Bergen oder ein gutes Essen mit einer schönen Frau.
Wie sieht das Leben im Kanton Solothurn in 20 Jahren aus?
Werner: Ich hoffe auf ein Leben in möglichst grosser Freiheit und Sicherheit in einer Gesellschaft, die stolz ist auf ihre abendländischen Werte und nicht vergessen hat, woher sie kommt.
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