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Krieg an der Uni

Artikel aus dem "Blick am Abend" vom 10.11.08; Markus Ehinger

Die Studenten der Uni Bern helfen einer GSoA-Initiative - ganz offiziell. Aber zum Ärger vieler.

Die Offiziersgesellschaft (OG) der Uni Bern ist empört. Es sei inakzeptabel, dass die Studentenschaft der Uni Bern (SUB) die GSoA-Initiative gegen Kampfjets finanziell unterstütze. Ausgelöst hatte den Unmut die letzte Ausgabe der Universitätszeitung "Unikum". Darin waren Unterschriftenbögen für die GSoA-Initiative beigelegt.

"Statutenwidrig"
Laut Statuten ist die SUB die offizielle Vereinigung der Studenten der Uni Bern, nimmt also die Interessenvertretung der Studierenden wahr. Und sie ist parteipolitisch unabhängig. "Die Kampfjet-Initiative hat überhaupt nichts mit Uni-Politik und Interessenvertretung zu tun", sagt Christian Werner, Präsident der OG Uni Bern. Alle Studenten sind Pflichtmitglieder bei der SUB und hätten somit die Unterschriftensammlung mitfinanziert - immerhin kostete die Aktion 1000 Franken.
Werner ärgert sich: "Wir investieren viel Zeit neben dem Studium für die Milizarmee und jetzt stösst uns die SUB vor den Kopf und finanziert mit unseren Gebühren eine unifremde Sache."

Untersuchung läuft
Die OG Uni Bern staunt auch darüber, dass die SUB im offiziellen Unterstützungskomitee der Kampfjet-lnitiative aufgeführt ist. In ihrem Newsletter fordert die Offiziersgesellschaft ihre rund 50 Mitglieder nun auf, aus der SUB auszutreten.
Die SUB nimmt derzeit keine Stellung zu den Vorwürfen. "Ob wir statutenwidrig gehandelt haben, untersucht nun die Geschäftsprüfungskommission", sagt Lena Müller vom SUB-Vorstand.