Christian Werner
Florastrasse 4
4600 Olten

078 716 41 77
E-MAIL

Besucher:

Wahl-Video
(Archiv)




Besuchen Sie mich
auf Facebook


 
Home
News
Wahlen
Persönlich
Politik
Militär
 
Links
Features
Impressum
Kontakt
 
 


"Als Soldat Auftrag erfüllen"

Neu im Kantonsparlament: Jus-Student Christian Werner (SVP) aus Olten

Artikel aus dem Oltner Tagblatt vom 20.03.09; Cornelia Nussbaum

Der 24-jährige Christian Werner schaffte es trotz seiner Jugend bei den Kantonsratswahlen mit fast 7000 Stimmen auf den vierten Sitz der SVP Olten-Gösgen. Doch das überrascht nicht, wenn man den jungen Mann kennt.
Er politisiere seit seiner Kindheit, es habe am Familientisch dazu gehört. Wobei sein Vater, Pfarrer von Beruf, nicht immer mit dem Nachwuchs einer Meinung war. «Da ich mit meiner politischen Gesinnung meist in der Minderheit war, lernte ich gut zu Argumentieren.» Damit spricht Werner seine Zeit an der Kantonsschule an. Auch die Uni Bern, wo er heute im 3. Jahr Rechtswissenschaften studiert, nennt er politisch rot-grün.
Bereits mit 19 Jahren trat er der SVP Stadt Olten bei. Mit 20 Jahren wurde er in den Oltner Gemeinderat gewählt, wo er sich in der Integrationskommission einsetzt.
Im Kantonsrat wäre sein Wunsch ein Sitz in der Justiz-Kommission: «Ich möchte vor allem in der Sicherheitspolitik und bei der Staatsanwaltschaft etwas verändern.»

Jung und doch erfahren
Der junge SVP-ler kann auch Berufserfahrung vorweisen: «Seit ich 16 war, arbeite ich in den Ferien.» So habe er die Arbeit von Landschaftsgärtnern, Müllmännern, Abwarten und am Fliessband kennen und wertschätzen gelernt. Ihm sei es wichtig, trotz Studium, möglichst wenig von seinen Eltern zu profitieren. «Studieren ist ein Privileg.» Er bezeichnet sich selbst als sparsam, was seine kleine Wohnung beweist: Sie ist bescheiden eingerichtet.
Auch politisch will er auf dem Boden bleiben: «Ich sehe mich als Soldat, der den Auftrag der Wähler zu erfüllen hat.» Der Hobby-Athlet – Marathonläufe, 100km Märsche und Fitness – mag keine Schulter-Klopfpolitik. «Ich bin ehrlich und geradlinig.» Er ist überzeugt, auch als Kantonsrat sich selbst bleiben zu können. «Ich spreche auch Themen an, die andere unter den Teppich kehren.» Werner weiss, dass er mit seiner dominanten und manchmal angriffigen Art auch anstösst. Er lacht und meint: «Ist der Ruf erst ruiniert, lebts sich gänzlich ungeniert.» Wobei er betont, dass er, obwohl er manchmal hart sei, nie primitiv werde und niemals die Absicht habe, jemanden zu verletzen.
Im Leben sei ihm vor allem seine militärische Ausbildung eine Hilfe gewesen. «In der Offiziersschule habe ich sehr viel fürs Leben gelernt, zum Beispiel Disziplin und Uneigennützigkeit.» Bei der Organisation seiner diversen Tätigkeiten beachte er militärische Grundsätze und setze Prioritäten. „Was Du tust, das tue recht“, betont er.

Offen in der Diskussion
Werner wirkt höchstens in der Sprache jung. Im Gespräch zeigt er sich erfahren, gewandt, wirkt offen und ehrlich. Dabei lässt er auch andere Meinungen zu, so diskutiert er mit der Redaktorin über Abtreibung, über Gleichstellung und die in seinen Augen bedrohende Islamisierung der Schweiz. Der junge Mann beweist Manieren und Charme. Mit seiner Art kann er wohl beinahe jeden um den Finger wickeln.
Doch er ist auch ein 24-Jähriger Junggeselle, der sein Leben geniesst. «Mein Bruder geht jedes Wochenende mit Kollegen aus» gibt sein jüngerer Bruder und Mitbewohner Jonas Auskunft. Werner lacht. Ja, er wolle seine Jugendlichkeit und seine Unabhängigkeit – auch politisch – nicht verlieren.
Im Parlament wolle er sich zum Beispiel im Sinne der Jugend dafür einsetzen, dass der Schuldenberg, der dann seine Generation mittels Steuern abstottern müsse, in der kommenden schwierigen Zeit nicht zu gross werde. Auch die Bekämpfung der hohen Jugendgewalt und Ausländerkriminalität müsse man konsequenter angehen.
Er weiss auch, dass sich manche seiner Ansichten mit dem Alter vielleicht verändern werden, «Doch die bürgerlichen Werte werden bleiben.» (con)