Volksschule retten! Leserbrief von Christian Werner, Olten, Kantonsrat und Gemeinderat; im August 2010 Am 26. September stimmen wir Solothurnerinnen und Solothurner über HarmoS ab. Zurzeit sind in unserem Kanton fast 20 kleinere und grössere Schulreformen gleichzeitig in Bearbeitung. Ein Beispiel ist der integrative Unterricht, mit dem alle Klein- und Sonderklassen aufgelöst und die schwächeren und verhaltensgestörten Schüler in die Regelklassen integriert werden sollen. Dieser Reformwahn führt zu einem Qualitätsverlust an unseren Schulen, zu Lehrern, die immer öfters frustriert ihren Beruf aufgeben und zu enormen Folgekosten, die niemand abschätzen kann. Wer genauer hinschaut, merkt, dass fast alle laufenden Bildungsreformen eine gemeinsame Basis haben: das HarmoS-Konkordat. Dieses verlangt unter anderem die obligatorische Einschulung von teilweise erst 4-Jährigen (HarmoS Art. 5.1), flächendeckende Tagesstrukturen, die für den ganzen Kanton für verpflichtend erklärt werden (Art. 11), eine Hochdeutschpflicht (Art. 3.2 und 5.2) und die heilpädagogische Förderung (Art. 5.2). Zudem soll der Kindergarten im Kanton Solothurn – entgegen zwei anderslautenden Volksentscheiden – zur obligatorischen Volksschule werden, beziehungsweise die obligatorische Schulzeit von heute 9 auf neu 11 Jahre angehoben werden (Art. 6.1 und 6.2). Diese Reformwut der linken Bildungsideologen und Alt-68er muss im Interesse einer gut funktionierenden Volksschule gestoppt werden. Sie, werte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, können diese Fehlentwicklungen noch bremsen, indem Sie am 26. September beide HarmoS-Abstimmungsvorlagen ablehnen. Die Kinder werden es Ihnen danken. |
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