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Artikel aus der Schweizerzeit vom 18. Mai 07

Kriminelle Wehrmänner?

Von Christian Werner, Gemeinderat, Olten SO

Seit Wochen machen links-grüne Kreise - unter gütiger Mithilfe der Medien - gegen unser freiheitliches Waffenrecht und die Abgabe der Taschenmunition mobil.

Obwohl alle Statistiken beweisen, dass die Dienstwaffe bei Tötungsdelikten nur eine marginale Rolle spielt, wird gegen Hunderttausende verantwortungsvolle Waffenbesitzer Stimmung gemacht. Dabei werden Einzelfälle wie z.B. der kürzlich erfolgte, zweifellos sehr tragische Amoklauf eines eingebürgerten Irakers in Baden missbraucht, um wider besseres Wissen verantwortungsbewusste Wehrmänner und Schützen anzuprangern und zu potenziellen Kriminellen zu degradieren.

Im Gegenzug herrscht bei der Linken grosses Schweigen, wenn in Erstfeld ein algerischer Asylbewerber zwei unschuldige Schweizer brutal ermordet und zwei weitere verletzt. Man stelle sich das Geschrei der Genossen vor, wenn der Täter statt eines Asylbewerbers ein Schweizer gewesen wäre und als Tatwaffe anstelle eines Messers eine Ordonanzwaffe eingesetzt hätte…

Wenn nun die Heimabgabe der Taschenmunition abgeschafft werden soll, erscheint dies einigen Bürgerinnen und Bürgern plausibel. Doch dies ist nur der erste Schritt einer durchdachten und gefährlichen Salami-Taktik. Den Linken und Gegnern des freiheitlichen Waffenrechts geht es nämlich um viel mehr: ihr eigentliches Ziel ist die Entwaffnung und Entmündigung des freien Bürgers und letztlich die Abschaffung des bewährten Milizsystems!

Es ist naiv zu glauben, dass die Zahl der Suizide und Tötungsdelikte ohne Ordonanzwaffen im Schrank entscheidend verringert werden könnten. Tötungen werden grundsätzlich begangen, weil der Täter glaubt, dafür einen Grund zu haben und nicht, weil gerade eine Ordonanzwaffe greifbar zur Verfügung steht. Hinzu kommt die Problematik des illegalen Schusswaffenerwerbs, die bei einer Einschränkung des legalen Waffenbesitzes höchst wahrscheinlich zunehmen würde.

Unser traditionelles Waffenrecht ist ein Ausdruck von Freiheit und Vertrauen des Staates in den Bürger, der es nicht verdient hat, unter Generalverdacht gestellt zu werden. Zudem würde das Verbannen der Dienstwaffe ins Zeughaus wohl den Todesstoss für unsere Miliz und das ausserdienstliche Schiesswesen bedeuten!

Daher gilt es, Flagge zu zeigen, sich zu wehren und für unser freiheitliches Waffenrecht zu kämpfen.

Christian Werner

 

Der Autor ist Präsident der Offiziersgesellschaft Uni Bern sowie Nationalratskandidat der Jungen SVP Solothurn.

 
   
   
   
   
   
   

 

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